Melaten – Friedhof, Kulturdenkmal, Gartenkunst


Prolog

 

 

 

1810 wurde der Friedhof Melaten westlich von Köln eingeweiht. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde der neue Friedhof zur wichtigsten Begräbnisstätte Kölns und musste mehrfach erweitert werden. Die Gestaltung folgt dem klassischen Stil. Die Grabfelder wurden rasterförmig angeordnet, die Wege parallel und rechtwinklig geführt. In der Anordnung der Grabstätten spiegelt sich noch heute ein Stück Sozialgeschichte. Die Hauptwege waren stets den Wohlhabenden vorbehalten und heißen daher im Volksmund „Millionenalleen“. Die dort liegenden Gräber umfassen nicht nur bedeutende Kunstwerke, sie vermitteln auch viel Geschichte von der im 19. Jahrhundert aufstrebenden Wirtschaftsmetropole und ihren Akteuren.

Der vielfältige alte Baumbestand hat den Melatenfriedhof in jüngerer Zeit zu einem innerstädtischen grünen Refugium werden lassen.