Parks und Gärten der GrimmHeimat NordHessen


Thema der Route

NordHessen ist die Heimat von Jacob und Wilhelm Grimm, der weltweit bekanntesten und populärsten Deutschen. Hier haben sie die längste Zeit ihres Lebens verbracht, eine besonders fruchtbare und produktive Periode, mit der alle bedeutenden Projekte aufs engste verbunden sind. Ihre „Kinder- und Hausmärchen“ sind die meistpublizierte Geschichtensammlung der Erde und werden zu Recht als der populärste Beitrag der deutschen Nation zur Weltkultur bezeichnet.

Gärten und Natur haben im Leben der Brüder eine wichtige Rolle gespielt, so sie waren stets von der Großartigkeit der Wilhelmshöhe fasziniert und führten Besucher, wie beispielsweise Annette von Droste-Hülshoff, regelmäßig dorthin. Auch auf Reisen schwärmten sie von der gewaltigen Anlage in ihrer Heimat. Aus ihrem Wohnhaus am heutigen Brüder-Grimm-Platz in Kassel - einem von zwei Pavillons einer Toranlage - hatten sie einen weiten Blick auf die Sommerresidenz mit dem Schloss und den die Kaskaden krönenden Herkules.

In den Kasseler Jahren gingen die Brüder beinahe täglich in der Karlsaue spazieren, um sich vom Alltag zu regenerieren. Sie genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit der weitläufigen Anlage am Rand der Innenstadt von Kassel. Zahlreiche Anekdoten in Briefen und Tagebucheinträgen erzählen uns noch heute davon.

In Bad Wildungen lebte die Schwägerin Wilhelm Grimms, die Schwester seiner Frau Dorothea. Zahlreiche Besuche und Aufenthalte der Familie sind daher in der traditionsreichen Badestadt belegt. Heute widmen sich Bad Wildungen und das Dorf Bergfreiheit vor dem Hintergrund alter Bergbautraditionen dem Grimm’schen Märchen vom Schneewittchen in besonderer Weise.

Versteckt im Wald bei Zierenberg befindet sich in Escheberg eine zeitgenössische Gartenanlage, der Gutspark der Familie von der Malsburg. Freunde und Wegbegleiter der Grimms, wie auch andere Romantiker genossen die Gastfreundschaft des Mäzens Karl Otto von der Malsburg, so auch Emanuel Geibel oder der Malerbruder Ludwig Emil Grimm.

Der Volksmund sah in der damaligen Schlossruine Sababurg im Herzen des mächtigen Reinhardswaldes bereits Ende des 19. Jh. einen den Grimm’schen Märchen entsprungenen Sehnsuchtsort. Um die Jahrhundertwende wurde die Anlage dann endgültig zum Dornröschenschloss verklärt und gilt seit nunmehr über 100 Jahren als das Märchenschloss der Brüder Grimm. Im historischen Burggarten grüßt heute ein rosenumstandenes Brüder-Grimm-Denkmal.

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