Die königliche Abtei Fontevraud


Weltkulturerbe und neun Jahrhunderte Klostergeschichte

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Die königliche Abtei Fontevraud ist eine der größten und am besten erhaltenen (d.h. rekonstruierten) Klosteranlagen in Europa. Gegründet Anfang des 12. Jh. und im Laufe der Jahrhunderte erweitert und umgebaut, vereint die Anlage imposante Bauten romanischer Architektur mit Gebäuden der Gotik, Renaissance und anderer Architekturstile.

Wenn auch Besucher oft den Kreuzgang des Grand-Moûtier zuerst besichtigen, so ist doch die Abteikirche das Herzstück der Anlage.

Das Innere der Kirche wird geprägt vom Weiß des Kalksteins, der für die Region Saumur so typisch ist. Sofort ins Auge fallen aber auch die vier farbigen Grabfiguren, die an Heinrich II. Plantagenet, Eleonore von Aquitanien, Richard Löwenherz und Isabella von Angouleme erinnern.

Auf dem Klostergelände vermitteln der Kapitelsaal, das Refektorium, das Dormitorium, das Klosterspital, die Klosterküchen, die Prioreigebäude sowie unterschiedlichste Gartenanlagen nachhaltige Eindrücke vom geistlichen Leben, Alltag und Wirtschaften in Fontevraud.

Das Centre Culturel de l'Ouest, das die Abtei als Kulturzentrum nutzt, bietet mit Ton- und Videoinstallationen weitere Informationen aus der Geschichte des Klosters, seiner Zeit als Gefängnis und der Zeit seiner Wiederbelebung - besonders eindrucksvoll in einem "digitalen Fresko" im Refektorium.

An diesem Ort im Tal der Loire werden auf rund 14 Hektar Fläche neun Jahrhunderte Geschichte so einzigartig erfahrbar, dass die Abtei von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.