La Roche Jagu


Der Garten

Das Schloss La Roche Jagu bildet mit seinen Festungsmauern hoch über den Ufern des Trieux die letzte erhaltene Anlage einer Befestigungskette zwischen Pontrieux und Bréhat. Der Trieux führt bei La Roche Jagu schon Salzwasser und hat sich mit dem Leff zu einem großen Strom vereint, der ins Meer mündet. Nicole Chouteau, eine bekannte Historikerin aus der Region Trégor, sagt über diesen Fluss: „... der aus der Region Avaugour herunterkommt und dessen sagenumwobene Mündung zwischen Trégor and Goëlo gleichzeitig eine Verbindung zwischen den beiden Orten herstellt. Von dieser Bedeutung stammt auch sein Name "treu" oder "trez", der „Passage“ bedeutet.“

La Roche Jagu

Das Chateau ist heute unbewohnt, es wird ausschließlich für künstlerische Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt, die das herrliche Natur- und Kulturerbe der Côtes D'Armor zum Thema haben. Von 1958 bis 1968 unternahm der Conseil Général des Côtes du Nord ausgiebige Restaurierungsarbeiten mit Jean Sonnier als leitendem Denkmalpfleger.

Nachdem der schreckliche Orkan von 1987 einen Großteil der Waldgebiete zerstört hatte, entschied das Département einen großen Park anzulegen. Auf diese Weise entstand der 40 Hektar große Park von La Roche Jagu. Der Landschaftsarchitekt Bertrand Paulet schuf eine moderne Landschaft mit mittelalterlichen Einflüssen.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Conseil Général des Côtes d'Armor, der Region Bretagne und des Staates finanziert. Das Projekt, das über mehrere Realisierungsstufen über zehn Jahre angelegt ist, begann 1993. Der Park wurde 1998 eröffnet.

La Roche Jagu

Wasser ist im Park allgegenwärtig: Es plätschert die Hänge hinunter, sprudelt aus einer Wand, speist Wasserbecken und schlängelt sich hinunter zum Fluss. In der Nähe des Parkeingangs, gedeihen Gemüse und Heilpflanzen in kleinen ummauerten Gärten, die mit Weiden- und Kastanienzäunen eingegrenzt sind. Im „Erntegarten“ werden alte Sorten wie Buchweizen, Flachs und Hanf angebaut. Sie wachsen Seite an Seite mit Kornblumen, Kamille und Mohn. Im Palmenwald findet der Besucher verschiedene exotische Pflanzen. Hier sind Palmen, Agaven, Kampferbäume und viele andere Gartenelemente mit der Natur zu einem wunderschönen, weitläufigen Garten verbunden. Die Pflanzen im „Garten der Reisen“, der im Schutz eines ehemaligen Steinbruchs liegt, sind Erinnerungsstücke der Kreuzritter, die aus dem Heiligen Land wiederkehrten und der bretonischen Seefahrer, die immer schon eifrige Reisende gewesen sind.

La Roche Jagu

Der Park von La Roche Jagu hinterlässt beim Spaziergänger den Eindruck in einer Fantasiewelt der alten bretonischen Legenden und derer von König Arthur zu sein. Spaziere entlang der Wasserläufe, schlängle dich durch den Orientalischen Park und suche den Silberfels. Durchquere den Heilgarten, gehe durch den Kamelienwald mit fast 200 Arten entlang an Pergolen, die von Geißblatt, Wein oder Wisteria (Glyzine) bedeckt sind, hinunter zum Weg der Quellen.

Einen Kontrast bilden die ephemeren Gärten (Wassergärten), die alle zwei Jahre im Rahmen eines studentischen Gartenbauwettbewerbs erneuert werden.

2005 erhielt der Park den begehrten Titel “Herausragender Garten”, vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation und wurde im Mai 2005 von “Gardens Illustrated” vorgestellt.